Schülerinnenfreundliche Schulen

„Bildung ist nicht nur wichtiger als […] die Schwebebahn und der Ausbau des Autobahnnetzes, sie ist auch wichtiger als die uns ge­wohnte Veranstaltung Schule.“ (Hartmut von Hentig)

Wir lehnen das mehrgliedrige Bil­dungssystem in Baden-Württemberg ab, da es selektiv ist und dadurch das Potenzial der großen Masse der Kinder nicht entwickeln kann, parallel jedoch Bil­dungsungleichheit massiv verstärkt. Die Einführung einer ganztägigen in­tegrativen Gemeinschaftsschule wäre der bestmögliche Lösungsansatz. In diesem Sinne fordern wir den Ausbau barrierefreier, inklusiver Gemeinschaftsschule in Karlsruhe. Außerdem setzen wir uns für eine gleichwertige Ausgestaltung des Schulinventars auf den bestmögli­chen Stand ein. Alle Schülerrinnen, egal ob Haupt-, Realschule oder Gymnasium (solange es diese Se­lektion noch gibt) haben das gleiche Recht, sich so gut wie möglich zu bilden, zum Beispiel durch Fachräume, EDV oder Bücher.

Gerade durch die Schaffung des achtjährigen Abiturs wird die Schule immer mehr zu einem Lebensraum. Deshalb benötigen die Schülerinnen eine Rückzugsmöglichkeit vom Lernstress. Die Schaffung von Freizeiträumen wäre ein erster Schritt in diese Richtung. Auch die ökologische Gestaltung der Schulgebäude muss ein zentrales Thema werden. So können die Dachflächen der Gebäude mit Solar­anlagen versehen werden. Das Sanierungsniveau der Gebäude und Einrichtungen muss auf einen aktuel­len Stand gebracht werden. Wir als Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben ein Recht auf in­tegratives Lernen ohne Zwang – aus rein kindlicher Neugier heraus. Schon im Kindergarten kann das Sozialver­halten entwickelt und gefördert wer­den; daher sollte für jedes Kind ein Krippen/Kindergartenplatz vorhanden sein.

Die Stadt als Versorgungsträgerin sollte genau hier in die Verantwortung genommen werden und möglichst schnell kostenlose Kita-Plätze zur Ver­fügung stellen. In diesem Zusammen­hang sollte auch darauf hingewiesen werden, dass wir kostenfreie Verpfle­gung für Schülerinnen und Schülern sowie Kindern in Kindertagesstätten fordern. Dabei bleibt natürlich der ökologische Anspruch bestehen.

Junkfood raus aus Mensen und Schulkantinen! Wir fordern kostenloses gesundes, gentechnik­freies Essen aus der Region. Leider geraten unsere Schulen im­mer häufiger in finanzielle Nöte und greifen, um eine gewisse Gr­undsicherung zu erhalten, auf Sponsoren zurück. Dies ist jedoch zu keinem Zeitpunkt duldbar. Wir müssen die Schulen mit genügend finanziellen Mitteln unterstützen, sodass Sponsoring und Werbung an Schulen kein Thema mehr sein muss. Die Schule sollte ein Ort sein, an dem sich Kinder und Jugendliche außerhalb der Konsumgesellschaft entwickeln können. Schule muss praktisches Alltagswissen vermit­teln und auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereiten und keine weiter­en Konsumzwänge schaffen! Außerdem muss militärischer Rekru­tierung vorgebeugt werden.

Immer häufiger tritt die Bundeswehr an Schulen heran, um junge Men­schen für die Bundeswehr zu wer­ben. Wir wehren uns gegen die dam­it einhergehende Verharmlosung von Krieg und fordern, der Militaris­ierung der Gesellschaft entgegenzu­wirken. Der Rekrutierung an Schulen und Berufsschulen muss ein Ende gesetzt werden!

  • Ausbau der Mit- und Selbstbestimmungsrechte der Schülerinnen,
  • Lernmittelfreiheit verwirklichen: Bildung, Studienfahrten und Klassenfahrten müssen kostenlos sein!
  • Kostenloses Schulmittagessen mit veganem Angebot,
  • Erhalt von Schulstandorten, vor allem im ländlichen Raum,
  • Ausbau von barrierefreien, inklusiven Gemeinschaftsschulen mit pädagogischen Fachkräften,
  • Deutlich kleinere Schulklassen,
  • Kein Sponsoring von Bildungseinrichtungen durch die Privatwirtschaft,
  • Kein Werben fürs Sterben durch die Bundeswehr – raus aus Schulen, Unis und Jobcentern,
  • Stimm- und Vetorecht im Gemeinderat für Schülerinnenräte.

ver

 

 

 

 

 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text nur die weibliche Form verwendet. Gemeint sind stets sowohl die männliche, weibliche, als auch transgender Formen.

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