Kommunalpolitische Eckpunkte

Mach mit! – es gibt eine Welt zu gewinnen!

„Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: NEIN!“ (Kurt Tucholsky)

coverSie sagen uns, wir Jugendlichen von heute seien dumm, deshalb könne uns die deutsche Wirtschaft nicht brauchen. Wir würden uns ins Koma saufen, seien gewalttätig, sähen den ganzen Tag Sex- und Gewaltvideos und liefen am Ende höchstwahrscheinlich Amok. Deshalb koste unsere Ausbildung zu viel Geld. Wir seien unpolitisch oder rechtsradikal. Und weil wir nichts zu sagen hätten, sollten wir den Mund halten, brav sein und lernen. Denn dann würden wir vielleicht mal „zu den Gewinnern gehören“.

Sie mein­en uns alle. Egal, welchem Geschlecht oder welcher Religion wir angehören, welche Hautfarbe wir haben, welche Schule wir besuchen, wie viel Geld unsere Eltern verdienen, oder ob sie überhaupt noch Arbeit haben. Aber sie wissen auch, dass es Lügen sind und dass Hunderttausende von uns nie „zu den Gewinnern gehören“ werden.  Sie sagen es, weil sie Angst haben – Angst davor, dass wir unser Leben in die Hand nehmen und aufmucken gegen die schreiende Ungerechtig­keit hier und überall auf dieser Welt. Deshalb sagen wir ihnen: Wir wollen nicht zu euren „Gewinnern“ gehören! Was wir wollen, ist eine gerechte Welt für alle Menschen. Deshalb spielen wir nicht mehr mit. Wir holen uns jetzt unsere Zukunft zurück und ge­hen unseren eigenen Weg – frei, soli­darisch und selbstbewusst. Damit es in Zukunft wirklich egal ist, welcher Versehrtheitsgrad, welche Hautfarbe, Religion, welches Heimatland oder Ge­schlecht wir haben und damit es keine Spaltung zwischen Arm und Reich mehr gibt: Mach mit! Es gibt eine Welt zu gewinnen! Wir mischen uns ein!

Das „Ende der Geschichte“ ist noch nicht gekommen, auch wenn die kapi­talistische Globalisierung, die neolibe­rale Vorherrschaft und die scheinbare Allmacht der Konzerne übermächtig erscheinen. Denn wir wollen gemein­sam mit globalisierungskritischen Bewegungen, gewerkschaftlichen Or­ganisationen und parlamentarischer Arbeit diesem widersprechen und der „Alter­nativlosigkeit“ einer Gesellschaft, in der Profit und Rendite die einzigen Maximen sind, eine Poli­tik der Freiheit, Gerechtigkeit, Solidar­ität, Gleichheit, Nachhaltigkeit und des Friedens entgegensetzten.

Wir setzen uns für eine kritische Gegenöffentli­chkeit ein, weil wir die Entscheidungen über unserer Zukunft nicht einer poli­tischen Klasse oder wirtschaftlichen Elite überlassen wollen. Für uns ist eine andere Welt möglich. Aus diesem Grund setzen wir uns für die Kandidatinnen der Partei DIE LINKE als eine starke linke Gegenkraft, ein. Dennoch wer­den wir nur gemeinsam mit außerpar­lamentarischen Bewegungen und den Gewerkschaften in der Lage sein, im Sinne von Karl Marx „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“.

“Wir sind eine Armee der Träumer und deshalb sind wir unbesiegbar. Wie sollen wir auch nicht siegen, wenn wir alles drehen und wenden? Wir kön­nen gar nicht verlieren. Oder besser gesagt, wir verdienen nicht zu verlieren.” (Subcommandante Marcos, mexikanischer Guerillasprecher)

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text nur die weibliche Form verwendet. Gemeint sind stets sowohl die männliche, weibliche, als auch transgender Formen.

Pommunalpolitische Eckpunkte der Linksjugend (PDF)

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