Mitmachen

In einer Gruppe vor Ort was bewegen.
Mit den südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen aktiv gegen Atomanlagen.

Der seit über 10 Jahren bestehende Zusammenschluss parteiunabhängiger Gruppen der Anti-Atom-Bewegung aus Südwestdeutschland arbeitet für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Wir sind basisdemokratisch organisiert und verstehen uns als Teil einer linken, emanzipativen, sozialen Bewegung.

Die Aktivitäten reichen von Infoständen über Mahnwachen bis hin zu Großveranstaltungen, wie die Umzingelung am AKW Biblis. Es können auch mal ein unangemeldeter Besuch einer Atomanlage oder koordinierte oder spontane Aktionen gegen Atomtransporte sein.

Und natürlich fahren wir auch gemeinsam zu Veranstaltungen und Aktionen ins Wendland, nach Frankreich oder woanders hin. Denn wir kehren nicht nur vor der eigenen Haustür,Atomanlagen gehören überall stillgelegt, weltweit.

Aber nicht nur „Aktion“ steht auf unserem Programm,wir diskutieren auch die gerade anstehenden politischen Ereignisse, wir entwickeln Strategien, erarbeiten Perspektiven, sammeln die theoretischen Grundlagen für unsere Arbeit. Wir wissen, dass es ohne Atomkraft geht und wir wissen, dass und auch warum der Atomstaat existiert. Und nur deshalb können wir ihn angreifen.

Delegierte der an dem Zusammenschluss beteiligten Gruppen treffen sich regelmäßig ca. alle zwei Monate zum Austausch und zur Koordination. Gemeinsam erreichen wir mehr.

Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen gibt es in Freiburg, Tübingen, Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe, Waghäusel, Bamberg, Heidelberg, Mannheim, Worms, Darmstadt,Kaiserslautern, Mainz,Wiesbaden, Frankfurt,Marburg, Trier, Köln.

Nächste Treffen der Gruppe in Karlsruhe ist am 25.10.2010 um 19:30 in der Planwirtschaft

Planwirtschaft
Werderstr. 28
Karlsruhe-Südstadt

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Blockadevorbereitung für alle – Freitag, 5.11.

Freitag Abend: Vorbereitung in Karlsruhe:
Am Freitag, den 5.11. gibt es in Karlsruhe ab 19:00 Uhr einen Anlaufpunkt in der Viktoriastr. 12. (Haltestelle „Mühlburger Tor“).

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Ermittlungsausschuss (EA)

Nur eine gute Vorbereitung verspricht eine gute Blockade, darum nutze die Gelegenheit. Wir stellen das Blockadekonzept vor und beantworten letzte Fragen.

Es gibt einen Ermittlungsausschuss, dessen Telefonnummer auch durchgesagt oder per Handzettel verbreitet wird. Der EA kümmert sich vor allem um Festgenommene, besorgt für sie Anwälte und Anwältinnen. Wenn jemand festgenommen wurde, sollte sie/er sich beim EA melden. Wenn du Zeuge/Zeugin einer Festnahme wirst, versuche den Namen der/des Festgenommenen zu erfahren. Melde die Festnahme dem EA, damit ihr/ihm gefholfen werden kann. Menschen, die nach einer Festnahme wieder freigelassen werden, sollten sich sofort beim EA zurückmelden und ein Gedächtnisprotokoll anfertigen. So ein Gedächtnisprotokoll kann sehr nützlich sein, wenn nach einigen Monaten noch ein Verfahren eröffnet wird. (Auch die Polizei hält alles in ihren Unterlagen fest) Auch Zeugen/Zeuginnen von Übergriffen sollten ein Gedächtnisprotokoll anfertigen. Beinhalten sollte ein Gedächtnisprotokoll auf jeden Fall: Ort, Zeit und Art (Festnahme, Prügelorgie, Wegtragen) des Übergriffs, Namen der/des Betroffenen, Zeugen/Zeuginnen sowie Anzahl, Diensteinheit und Aussehen der Beamten. Dieses Gedächtnisprotokoll ist nur für den EA bestimmt, so es einen gibt, andernfalls erstmal sicher aufbewahren.

Solltest Du festgenommen werden, mach auf Dich aufmerksam, rufe laut Deinen Namen. Beim Abtransport in die Gefangenensammelstelle (GeSa) sprecht -sofern das überhaupt geht- nur über Eure Rechte, nicht über das was Ihr getan habt. Wenn Ihr Pech habt, ist ein Spitzel an Bord, das gleiche gilt für die GeSa, die meist aus Käfigen besteht, die in einer Halle untergebracht sind. Achtet auf Euch und macht das Beste daraus. Selbst in Knastbussen und GeSas lassen sich nette Partys feiern! Auf der Wache bist Du lediglich verpflichtet, das zu sagen, was in deinem Ausweis steht.

Alles was Du sagst, wird gegen Dich und andere verwendet werden , daher verweigere auf jeden Fall die Aussage!!!

Der nette Plauderton der Beamten dient nur dazu, Dir den Mund zu öffnen, daher sollst Du auf keinen Fall mit den Cops sprechen, auch nicht über das Wetter! Unterschreibe überhaupt gar nichts, auch nicht die Herausgabe deiner Sachen! Du hast das Recht auf zwei Telefonate, nerve die PolizistInnen, denn oft wird Dir dieses Recht verweigert! Du kannst auch mit einer Anzeige drohen. Nimm Kleingeld für die Telefonate mit! Solltest du erkennungsdienstlich behandelt werden (ED-Behandlung), lege Widerspruch ein und lasse diesen protokollieren! Wenn Du verletzt wurdest, hast du das Recht, einen Arzt zu verlangen, um Deine Verletzungen zu attestieren. Lasse Dir diese Verletzungen später von einem unabhängigen Arzt noch einmal attestieren!

Solltest Du keinen Ausweis dabei haben, darfst Du nach spätestens 12 Std. nach Hause. Als Zeuge der Vernehmung darfst Du sofort nach verweigerter Aussage und der ED-Behandlung gehen, als Verdächtiger einer Straftat musst Du spätestens nach 48 Std. dem Haftrichter vorgeführt werden. Auch hier gilt: keine Aussage!

Melde Dich sofort nach Deiner Freilassung wieder beim EA, damit dieser Bescheid weiß!

Die Telefonnummer des EA für die Südblockade lautet: 06221/189147

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