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CASTOR- Transport Karlsruhe – Lubmin

Hochradioaktiver Atommülltransport
Rollt auf Straßenbahnschienen mitten durch Karlsruhe

Aus dem ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe in Eggenstein-Leopoldshafen – Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) – soll im Februar (voraussichtlich am 15/16.02.) ein hochgefährlicher

Atommülltransport auf Straßenbahnschienen (S1+S11) durch die Wohngebiete Leopoldshafen, Eggenstein, Neureut, weiter nach Knielingen und die Weststadt fahren. Die 5 CASTOR-Behälter enthalten 16 Kilogramm Plutonium und über 500 Kilogramm Uran. Lebensgefährliche radioaktive Strahlung für Jahrtausende.Weder in der Bundesrepublik noch weltweit gibt es eine Lösung, was mit dem hochradioaktiven Atommüll geschehen soll. Ein sicheres Endlager kann es nie geben. Statt alle Atomkraftwerke wegen der ungeklärten Atommüllfrage abzuschalten, sind seit Jahrzehnten die

 Atommülltransporte in sogenannte Zwischenlager ein offizieller „Entsorgungsnachweis“. Dort sollen die CASTOREN für 40 Jahre stehen – und dann?
Wir wollen keine weitere Atommüllproduktion mehr. Wir akzeptieren keine Laufzeitverlängerungen. Wir wollen den

Atomausstieg sofort! – die Energiewende jetzt!

Wir rufen dazu auf, sich an dieser Auftaktkundgebung gegen den am 15/16.02 geplanten CASTOR-Transport zu beteiligen. So können wir auch ein Zeichen gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke mit noch mehr Atommüll setzen. Auch am Transporttag selbst wird dies entlang der Transportstrecke in Karlsruhe und bundesweit gemacht werden.

Warum findet dieser Atommülltransport überhaupt statt?
Das Kernforschungszentrum war bei allen zentralen Projekten der Atomindustrie vorneweg mit dabei.
Bereits im April 1960 wurde die Projektgruppe „Schneller Brüter“ gegründet.
1961 erfolgte die erste Inbetriebnahme eines sogenannten Forschungsreaktors, eines Atomkraftwerkes im Kleinformat.

1971 wurde eine sog. „Wiederaufbereitungsanlage (WAA) für Versuchszwecke“ auf dem Gelände des Kernforschungszentrums errichtet. Die Anlage in Karlsruhe produzierte durch das Bearbeiten von Brennstäben aus den Atomkraftwerken eine hochgiftige und hochradioaktive Atomsuppe. Die atomaren Brennstäbe dazu stammten vorwiegend aus den Atomkraftwerken in Neckarwestheim und Philippsburg.

Die Kosten für die Verglasung des hochradioaktiven Abfalls in Kokillen lagen ursprünglich bei 1,1 Milliarden Euro. Die Hälfte davon sollte die Industrie zahlen, der Rest sollte aus Steuergeldern kommen. Inzwischen kostet alles mindestens 3 Milliarden, die Mehrkosten zahlt allein der Steuerzahler. Soweit zum Thema billiger Atomstrom.

Es gab zahlreiche Skandale im Zusammenhang mit dem Bau der Verglasungsanlage durch radioaktive Verstrahlungen und dem Diebstahl von Plutonium. Es gab Kritik an der Kostenexplosion und Zweifel an der Zuverlässigkeit der Betreiber. Deshalb wurde die atomare Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe zum 1. Januar 2006 von der bundeseigenen Firma Energiewerke Nord übernommen. In das ursprünglich nur für atomare Abfälle der ehemaligen DDR geplante Zwischenlager in Greifswald/Lubmin soll nun der Atommüll aus Karlsruhe transportiert werden. Dies gilt als offizieller „Entsorgungsnachweis“.

Atommüll – Gefährdung ohne Ende
Das Kernforschungszentrum war federführend an dem Atommüllskandal in der ASSE beteiligt. Dort wurden 127.080 Fässer mit Atommüll falsch deklariert und auch illegal eingelagert. Die meisten davon stammen aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe. Selbst als bereits täglich 12000 Liter radioaktive Lauge abgepumpt werden musste, wurde von den Verantwortlichen noch alles geleugnet. Die vorläufige Sanierung der ASSE wird bis jetzt mindestens 2,5 Milliarden Euro Steuergelder kosten.

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Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen

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