Aktionsideen

Stellvertreterpuppen basteln

Stroh in Maleranzüge stopfen, alte Klamotten an und  mit Anti-Atom-Sonne oder Radioaktivzeichen bemalen. Schon wird klar, welche Meinung die lebensgroße Puppe stellvertretend vertritt! Die Puppen können mit oder ohne Plakat im öffentlichen Raum platziert werden und auf das Thema Atomausstieg aufmerksam machen.

Atommüll-Aktionen

Vorbereitung: Blech- oder Plastikfass besorgen und gelb mit schwarzem Radioaktiv-Zeichen anpinseln. Dann:

  • ab in die Fußgängerzone und losrollen! Mit dem Gepolter ist die Aufmerksamkeit der Passanten sicher, diese zum Flyer-Verteilen und Aufklären nutzen.
  • im Maleranzug mit dem Fass in die S-Bahn setzen. Das Bild spricht für sich.
  • Schlagzeug spielen geht mit den Fässern natürlich auch.
  • als Tisch am Infostand
  • in klein können die Atomfässer interaktiv zum Dosenwerfen aufgestapelt werden
  • In sehr klein, z. B. beklebte Filmdosen, können Sie den Passanten ihren Atommüll mit nach Hause geben. „Haben Sie Platz für den Atommüll?

Flashmob: Die-In mit Radioaktiv-Zeichen

Schnelle Aktion mit viel Spaß! Alle treffen sich pünktlich am verabredeten Ort, fallen gleichzeitig wie sterbend zu Boden, legen das mitgebrachte Radioaktiv-Zeichen auf sich drauf und bewegen sich zwei Minuten nicht. Dann einfach aufstehen und gehen, den umstehenden Schaulustigen noch Flyer in die Hand drücken.

Vorbereitung: Zeitpunkt und Ort festlegen. Persönlich, per E-Mail, SMS, telefonisch, im Web 2.0 Freunde und Bekannte aufrufen und genaue Zeit, Ort und Ablauf mitteilen, um Weiterleiten bitten. Tipps, fertige Weiterleiten-Texte und das Radioaktivitätszeichen zum Ausdrucken, gibt es hier. So ein Die-In lässt sich mit Ideen und mehr Aufwand beliebig ausweiten.

Roter Faden Atompolitik

Band zwischen Laternen, Zaun oder an Bäumen befestigen und Zeittafeln zur Atomstörfallproblematik anbringen. Starten zum Beispiel mit dem Unglück in Tschernobyl. Am Ende steht die Aufforderung sich für den Atomausstieg stark zu machen. Das Ganze möglichst in Laufrichtung der Passanten. Man kann sich natürlich auch einen ganzen Straßenzug vornehmen und die Zeittafeln als Plakate gestalten, die dann in der richtigen Reihenfolge plakatiert werden. Wie wir bei der Kette gesehen haben, kann ein Straßenzug nicht nur mit Plakaten, sondern auch mit Menschen gefüllt werden!

Atomfässer angeln für eine strahlende Zukunft

Ein Planschbecken oder Ähnliches an einem belebten Ort aufstellen. Auf Boden, Transparent oder Plakat zum Beispiel etwa Folgendes schreiben: „Atommüll zu vergeben“. In dem Becken liegen kleine aus Dosen gebastelte Atomfässer. Die ehemaligen „Tomatendosen“ sind gelb bemalt und tragen das Radioaktivzeichen. Aus Stöcken und Magneten Angeln basteln und los gehts. Mal sehen, welcher Passant das beste Endlager abgibt!

Öffentliches Transparente malen

Stoff, Pinsel und Farbe an den Infostand, die Party, in den Pausenraum der Schule oder auf den Flohmarkt und alle können mitmalen. Die Leute haben unheimlich Spaß dran, mal eben ein Transparent zu malen. Gut: Plastikplanen, um das Durchsickern der Farbe zu vermeiden, ein paar Schürzen und vorher Zeit und Raum zum Trocknen der Transparente einplanen.

Gespräche in U- und S-Bahn

Bahnfahrten kann man auch politisch gestalten! Mit einem Freund oder einer Freundin schauspielert ihr für die Mitfahrer zum Mithören eine Diskussion über Atomenergie, Atommüll, Krebshäufigkeit, Lobbyismus… Eine gute Rollenverteilung: EineR hat Ahnung und antwortet ganz gelassen auf die Fragen. Die/der Andere hat weniger Ahnung und fragt nach den Risiken, den Pseudo-Argumenten der Atomlobby, den Alternativen und geht emotional auf die Antworten des ersten ein, z. B. mit Empörung, Erleichterung, dass es Alternativen gibt. Alles im normalen Gesprächston, nicht zu leise und inhatlich schön leicht verständlich.

Bodenbotschaften in schwarz-gelb

Mit schwarz/gelbem Klebeband wird in großen Buchstaben ein Text auf dem Boden angebracht.
Zum Beispiel: Schwarz/Gelb will mehr Atomkraft. Wir wollen mal abschalten. Unsere Zukunft ohne Atomkraft.

Arbeit und Atom 1:7

In der Atomindustrie arbeiten weniger Menschen im Vergleich zum Bereich der Erneuerbaren Energien. Das Verhältnis ist ca. 1:7. Um dies anschaulich zu machen, gibt es folgende Möglichkeit: Ihr stellt neben eurem Infostand einen Pappkarton auf mit der Aufschrift „Arbeitsplätze
Atomindustrie“ daneben türmt ihr 7 Kartons übereinander mit der Aufschrift „Arbeitsplätze Erneuerbare Energien“.

Telefonkette

Auch ohne rauszugehen kann man eine Menge tun. Gemütlich zum Telefon greifen und eine Telefonkette der besonderen Art, in Anlehnung an die Kette vom 24. April, starten. Mit eigenem Wetteinsatz: Man telefoniert so lange bis man fünf  (oder drei oder zehn) Freunde davon überzeugt hat a) selbst gegen Atomkraft aktiv zu werden oder sogar eine eigene Aktion zu starten und b) ebenfalls so lange zu telefonieren bis sie ihrerseits Freunde mobilisiert haben.

Plakatierparty

In kleinen Gruppen loslaufen und Plakate gegen Atomkraft gut sichtbar in die Welt kleben. Natürlich nur da, wo es nicht verboten ist. Immer das größte Plakat drauf kleben, das passt, so viele gute Stellen für große Plakate gibt es meistens nicht. Bevorzugt so kleben, dass es den Leuten bei normaler Laufrichtung ins Auge fällt. Erst die Fläche mit Kleister beschmieren, dann das Plakat drauf und das Plakat mit Kleister von innen nach außen überstreichen, sodass es gut mit Kleister getränkt ist.

Hinterher treffen sich alle wieder und feiern eine Party. Wer zuerst fertig ist, fängt schon mal an zu kochen…

Zu tun:

  • Leute einladen
  • Plakate bestellen oder selber machen
  • Die Plakate aufrollen. Allerdings nicht als Stapel, sonder einzeln nacheinander auf die Rolle immer in gleicher oben-unten-Richtung, damit man sie leicht einzeln wieder abrollen kann.
  • Kleisterpulver besorgen, am Abend vorher schon anrühren. Mittlere Dickflüssigkeit.
  • Tapezierquastenpinsel, sehr grobe Badeschwämme oder Fensterabzieher zum Kleister an die Wand bringen besorgen, geht auch gut mit der bloßen Hand.
  • „Partyzubehör“ für hinterher besorgen.
%d Bloggern gefällt das: