Chancen, Grenzen und Perspektiven antifaschistischer Blockaden

Samstag den 31.08.13 im Jugend- und Kulturzentrum KOMMA in Esslingen statt.
An diesem Tag wird es neben Workshops und einem Blockadetraining auch eine Podiumsdiskussion zum Thema geben.

Immer wieder versuchen Faschisten, auch hier in Baden-Württemberg, durch Kundgebungen oder Demonstrationen die Öffentlichkeit zu erreichen – doch wo sie auftreten werden sie mit antifaschistischem Widerstand konfrontiert.
Gerade Ziviler Ungehorsam in Form von Blockaden schaffte es dabei in den letzten Jahren immer wieder, Naziaufmärsche zu verhindern oder stark einzuschränken.
Die wohl erfolgreichste Geschichte ist die des ehemals größten regelmäßigen Naziaufmarschs in Europa, der jedes Jahr im Februar in Dresden stattfand: Zwei Jahre in Folge blockierten über Zehntausend Antifaschtinnen und Antifaschisten die angemeldete Demonstrationsroute, so dass es 2012 nicht einmal mehr zu einem Aufmarschversuch kam.
Auch in Baden-Württemberg gab es in den letzten Jahren erfolgreiche Blockaden: In Heidelberg und Karlsruhe konnten die Nazis keinen Meter laufen, in Mannheim musste die Demoroute stark verkürzt werden und in Pforzheim wurde ein Großteil der Faschisten davon abgehalten, zum Kundgebungsort zu gelangen.

Doch angekündigte Blockadeaktionen sind leider nicht immer erfolgreich. Denn wo der Oberbürgermeister mancherorts in der ersten Reihe der Blockade sitzt, versuchen Stadtverwaltungen andernorts durch Geheimhaltung, Allgemeinverfügungen und Hetzkampagnen jeglichen spürbaren Protest zu unterbinden. Großeinsätze der Polizei und massenhafte Ingewahrsamnahmen zeigten der Aktionsform in der Vergangenheit immer wieder die Grenzen auf.
Ein trauriges Beispiel hierfür ist der 06.10.12 in Göppingen, denn er zeigt auch: Wo Nazis ungehindert durch die Innenstadt marschieren können und ihnen der Weg mit Pfefferspray und Schlagstock freigeprügelt wird, folgen weitere Aufmärsche. In Göppingen ist für den 12.10.13 bereits die nächste Demonstration angemeldet. Doch auch die wird nicht ohne direkten Gegenprotest stattfinden. Im Hinblick darauf heißt es:

Hinschauen und sich in Workshops und an Infotischen über Nazistrukturen und kontinuirliche antifaschistische Arbeit in Baden-Württemberg zu informieren!

Aufstehen und mit diskutieren, über Chancen und Genzen von Blockaden gegen Naziaufmärsche!

Handeln wenn am 12. Oktober in Göppingen oder an irgend einem anderen Datum an einem anderen Ort wieder Nazis auf die Straße gehen wollen!

http://blockadekonferenz2013.tk/

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