„Friedensbildung ohne Militär ?“

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Für eine militärfreie Bildung und Forschung“ fanden vom 24.-29. September bundesweit die verschiedensten Aktivitäten statt. Auch in Karlsruhe wurden das Friedensbündnis und die Initiative gegen Militärforschung an Universitäten aktiv.

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Für eine militärfreie Bildung und Forschung“ fanden vom 24.-29. September bundesweit die verschiedensten Aktivitäten statt. Auch in Karlsruhe wurden das Friedensbündnis und die Initiative gegen Militärforschung an Universitäten aktiv. Am 26.September diskutierten die beiden Landtagsabgeordneten Alexander Salomon (Die Grünen) und Johannes Stober (SPD) in einem Podiumsgespräch mit Lena Sachs von der Kampagne „Schulfrei für die Bundeswehr“ und Hagen Battran von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg und einem sehr interessierten Publikum über die Frage „Friedensbildung ohne Militär ?“ Am Samstag, 29. September zog nach einem Informationsstand in der Innenstadt eine Wanderdemo zur Universität/KIT, wo um ca. 12.30 Uhr eine symbolische Straßenumbenennung stattfand. Der Fritz-Haber-Weg erhielt neue Straßenschilder mit dem Namen seiner Frau Clara Immerwahr.

Diese Umbenennung soll auf die Verantwortung der Wissenschaft hinweisen und die Forderung nach der Einführung von Zivilklauseln an Universitäten bekräftigen.

Die an der kleinen, aber feinen Aktion Beteiligten sehen die Straßenumbenennung nicht als einen Schlusspunkt im Einsatz für eine zivilere Gesellschaft, sondern als einen weiteren Baustein. Nicht Wirtschafts- und Militärinteressen sollen Forschung und Lehre bestimmen, sondern das Wohl der Menschheit. In der Auseinandersetzung mit diesem Ziel wurde eine gute Grundlage in einer zweitägigen Tagung „Verantwortung der Wissenschaft für Frieden und Zukunftsfähigkeit“ im Juni diesen Jahres in Räumen der Universität Karlsruhe (KIT) gelegt, deren Verlauf in der eben erschienenen Streitschrift „Jetzt entrüsten ! Hochschulen : Zukunftswerkstätten oder Kriegs-„Dienstleister“ ?“ gut nachvollziehbar in prägnanten Texten nachzulesen ist.

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