Karlsruhe bei der Rüstung und beim Militär immer noch Spitze!

Anlässlich des Antikriegstags am 01. September 2012 stellt die Linksjugend [‘solid] Karlsruhe fest, dass die Stadt Karlsruhe gerne mit ihrem Engagement beim Militär prahlt.

In diesem Jahr hat die Stadt Karlsruhe das 100 jährige Jubiläum der Patenschaft mit der fünften Fregatte F122 „KARLSRUHE“ gefeiert. Durch die Partnerschaft wird das Ziel einer Fregatte bzw. ihr Aufgaben verharmlost und bei Seite geschoben. Seit 1993 nahm die Fregatte an NATO Einsätzen in der Adria, im östlichen Mittelmeer, im Libanon und bei der Operation „Atlanta“ vor Somalia teil. Militärische Einsätze die mit Gewalt eine bestimmte Situation herstellen sollen und Gewalt bedeutet immer Leid. Immerhin soll die Fregatte in einigen Jahren ausgemustert werden. Anstatt die Patenschaft zu kündigen wünscht sich OB Heinz Fendrich ein neues Kriegsschiff. Der Bau einer Fregatte F125 kostet etwa 650 Mio. Euro, besser wäre das Geld im Bau von Kindergärten angelegt.

Ferner werden in Karlsruhe und Ettlingen Analysegeräte für den Einsatz in militärischen Gebieten bei der Firma Bruker hergestellt. Auf ihrer Homepage werben sie damit, dass dieses Gerät speziell für das Militär zur Detektion von chemischen und radiologischen Bedrohungen geeignet ist. Nebenbei sei hier angemerkt das die IG Metall sich von den wachsenden deutschen Rüstungsexporten neue Jobs bzw. deren Erhaltung verspricht. Gewerkschaften dürfen nicht Lobbyisten des Todes sein.

Leider ist das noch nicht alles was sich Kriegs-technisch in Karlsruhe abspielt. Für die neueste Waffe des Militärs – der Drohne – wird an der Universität Karlsruhe geforscht. Karlsruhe spielt damit eine große Rolle in der Gestaltung des „modernen“ Krieges. Töten vor dem Bildschirm „Made in Karlsruhe“.

Die Linksjugend [‘solid] Karlsruhe fordert den Gemeinderat der Stadt Karlsruhe auf notwendige Schritte einzuleiten um die Patenschaft mit der Fregatte „Karlsruhe“ zu beenden. Wir fordern die Verantwortlichen der Universität Karlsruhe auf endlich für das Leben zu forschen und nicht für den Tod. Desweiteren fordern wir von der Firma Bruker die Einstellung der militärischen Produktion. Wir alle sind dafür verantwortlich für den Frieden zu kämpfen. Gemeinsam mit den Gewerkschaften müssen wir Lösungen finden militärische Produktion in Zivile umzuwandeln.

Frieden kann nicht durch Waffen, Militär und Gewalt gesichert und hergestellt werden!

Advertisements