Für ein gutes Leben – gegen Ausbeutung!

 Die Linksjugend [‘solid] Baden-Württemberg fordert die sofortige Rücknahme der „neuen“ Werkverträge in allen Unternehmen, wo diese bereits Anwendung finden. Dem halten wir, als Mindestforderungen einer für uns solidarischen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, konsequent entgegen: Gute Löhne und volle Stellen, statt prekäre Beschäftigung und Minijobs!Statt Hartz 4 und Dauerbefristungen, gute  Lebens- und Arbeitsverhältnisse!

Sebastian Lucke, Landessprecher der Linksjugend [‘solid] BaWü ergänzt dazu: „Nach der flächendeckenden Einführung der Leiharbeit, welche für die Durchsetzung von befristeten Arbeitsverhältnissen mit Hungerlöhnen und die damit verbundene Verurteilung der Betroffenen zu einem menschenunwürdigen Leben steht, haben seit kurzem einige Unternehmen, darunter namenhafte Lebensmitteldiscounter, damit begonnen, eine noch menschenverachtendere Form der Ausbeutung zu etablieren: Werkverträge.

Mit Werkverträgen werden durch diese Unternehmen formal keine Menschen mehr eingestellt, sondern Dienstleistungen, zumeist über Subunternehmen, kostengünstig eingekauft. Die Arbeitslöhne der Betroffenen werden nicht mehr als Personalkosten, sondern als Sachkosten abgerechnet und können entsprechend noch schlechter bezahlt werden als menschliche Leiharbeiter, geschweige Festangestellte.

Lucke weiter: „Ein weiterer praktischer Vorteil der „neuen“ Werkverträge für die Unternehmen ist neben den noch geringeren Lohnkosten auch der totale Ausfall von lästigen Arbeitnehmerechten wie Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch oder Krankheitsausgleich. Diese werden logischerweise für die anfallenden Sachkosten nicht mehr benötigt, geschweige ein Betriebsrat.

Letztendlich sind diese Werkverträge nur ein weiterer, jedoch sehr deutlicher, Schritt in Richtung Entmenschlichung, Versachlichung und letztendlich Entrechtlichung von Arbeit. Damit einher geht die zunehmend allgemeine Geringschätzung- und direkte Mindervergütung menschlicher Tätigkeit, sei es durch geringfügige Beschäftigung, 1-Euro-Jobs, Leiharbeit und besonders durch die neuen Werkverträge.“

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