Endlager- Suche unter diesen Umständen sinnlos!!

Bis 2022 soll in Deutschland noch hoch radioaktiver und schwach radioaktiver Atommüll produziert werden. Insgesamt etwa 309 928 Kubikmeter gefährliche Abfälle. Der hoch radioaktive Müll gibt über eine Million Jahre radioaktive Strahlung an die Umgebung ab und muss deshalb besonders sicher und über eine Million Jahre gelagert werden. Die Suche nach einem geeigneten Standort in Deutschland läuft schon seit über 30 Jahren. Gorleben wird bereits seit 1980 erkundet. Die bisher als sicher geltenden Endlager Morsleben und Asse entpuppten sich als Niete. Das Endlager Asse ist undicht und säuft ab und Morsleben stürzt ein. Diese Standorte wurden der Öffentlichkeit als sichere Endlager verkauft.

Jetzt soll die Endlagersuche neu beginnen. Dafür sollen auch Standorte in Baden-Württemberg geprüft werden. In Fragen kommen Tonsteingebiete am Bodensee in Hegau, auf der schwäbischen Alb und rund um Ulm. Ton ist als Wirtsgestein geeignet, weil es wohl die Fähigkeit hat, Gase und Dämpfe aufzunehmen und zu speichern. Sie sollen ihre abdeckende, dichte Schicht sowie ihre langfristige Wirksamkeit als geologische Barriere nachgewiesen haben. Aber ist eine unterirdische Lagerung überhabt die sicherste Lösung?

„Was wir brauchen, ist keine neue Endlagersuche, sondern eine öffentliche Diskussion wie hoch radioaktiver Atommüll sicher und für lange Zeit gelagert werden kann. Es gebe einige Methoden, die zu diskutieren währen, soll der Müll unterirdisch oder oberirdisch, rückhohlbar, bergbar oder verschlossen gelagert werden. Bis diese Frage nicht geklärt ist, ist eine neue Endlagersuche sinnlos“ so Benjamin Krüger Landessprecher der Linksjugend [‘solid] Baden-Württemberg.

Morsleben, Asse und Gorleben haben gezeigt, wie unvorhersehbar die unterirdische Lagerung von hoch radioaktivem Atommüll ist. Entgegen allen Erwartungen sind die Gesteine nicht sicher. Das Endlager Asse wurde, trotz aller Untersuchungen und Bestätigungen es sei sicher, undicht. Morsleben bricht in sich zusammen und die vielen Skandale in Gorleben werfen die Frage auf ob die Lagerung radioaktiven Mülls unterirdisch erfolgen müsse.

Es reicht nicht aus nur Transparenz für die Endlagersuche zu fordern wie es der Grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann macht. Die Grün-Rote Landesregierung sollte den Prozess eines Neuanfangs bei der Suche nach einem Endlager vorantreiben. Neuanfang würde bedeuten, die Methoden für die sicherste Lagerung von radioaktivem Atommüll zu klären. Für diese Klärung ist größtmögliche Transparenz notwendig so wie die Beteiligung der Öffentlichkeit.

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