Für Selbstbestimmung und Autonomie: Selbstverwaltete Jugendhäuser stärken!

Die Linksjugend [‘solid] Baden-Württemberg solidarisiert sich mit dem selbstverwalteten Jugendzentrum „Die Zelle“ Reutlingen und lehnt die von der Stadtverwaltung forcierte Aufzwingung einer Gaststättenkonzession ebenso wie das Jugendzentrum selbst ab. Eine solche Konzession macht die vornehmliche Aufgabe der außerschulischen Jugendbildung durch entsprechende Auflagen und die damit verbundenen Kosten quasi unmöglich. Vielmehr sollte die Stadt Mittel und Wege finden die außerschulische Jugendarbeit in Reutlingen auszubauen und nicht einzuschränken. Weiterhin fordern wie die Repressionen in Form von verstärkten Polizeikontrollen gegenüber Besuchern der Zelle einzustellen.

Dazu erklärt Sebastian Lucke, Mitglied im LandessprecherInnenrat der Linksjugend: „Selbstverwaltete Jugendarbeit wird gerade in Zeiten, in denen der klassische Familienverband zerfällt, immer wichtiger. Die Sozialisierung von Jugendlichen findet heute nicht mehr nur in der klassischen Instanz Familie statt, sondern verlagert sich zunehmend in außerfamiliäre Bereiche. Gerade dort muss Selbstbestimmung ermöglicht werden.

Erst die Partizipation, also die eigene Gestaltung der Freizeit in einem selbstgewählten Freiraum, erlaubt die Entwicklung von Kreativität, Eigeninteresse, Engagement und einem ausgeprägtem demokratischem Bewusstsein. Dies wird nicht von außen induziert sondern von den Jugendlichen am erfolgreichsten selbst erlebt und erfahren, von dem Erwerb der in der heutigen Zeit häufig geforderten Schlüsselqualifikationen wie z.B. Sozial-, Methoden-, Selbst-, und Handlungskompetenz ganz zu schweigen.”

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