Atommüll, Umweltzerstörung und ein Castor durch Karlsruhe.

Armut, Umweltzerstörung und Krieg werden durch eine starke Wirtschaft undkontinuierliches Wachstum nicht geringer. Ziel kapitalistischen Wirtschaftens ist nicht das Allgemeinwohl, sondern das Streben nach maximalen Profit. Damit das Bruttoinlandsprodukt und die Aktienkurse steigen, werden Löhne gedrückt, Arbeitsbedingungen verschlechtert und billige Rohstoffe verfeuert.

Energieriesen wie E.ON und RWE setzen immer noch auf umweltvernichtende Energieproduktion, anstatt auf neue umweltfreundliche Systeme. Die Atomlobby erwirkte bei den Pro-Atom-Parteien CDU und FDP den Ausstieg aus dem Ausstieg. Durch die Verlängerung erwirtschaftet die Atomindustrie Milliardengewinne.

Atomkraft ist nicht sauber! Ein Reaktor benötigt im Jahr rund 30 Tonnen Brennelemente. Bei der Herstellung werden 300 Tonnen des hochgiftigen Zwischenprodukts Uranhexafluorid benötigt, das wiederum aus Tausenden Tonnen Uranerz gewonnen wird. Was übrig bleibt, sind giftige und radioaktiv strahlende Abfälle. Auch mit der Nachhaltigkeit sieht es schlecht aus: die weltweit bekannten Vorräte reichen selbst bei sinkender AKW – Zahl schätzungsweißenur noch bis annähernd 2070.

Der Uranabbau verursacht riesige Abraumhalden und überdimensionale Absetzbecken mit radioaktivem Inhalt. Darin ist noch ca. 80 Prozent der ursprünglichen Radioaktivität des Gesteins enthalten. Der radioaktive Staub wird durch den Wind kilometerweit verbreitet, Leckagen der Absetzbecken verseuchen Grundwasser und Flüsse.

„Für die Profite soll die umweltvernichtende Energiepolitik knallhart durchgesetzt werden. Deshalb kann eine grüne Umweltpolitik nur erreicht werden, wenn nicht mehr unter der Profitlogik produziert wird, die Energiekonzerne öffentlich und demokratisch kontrolliert werden“, so Benjamin Krüger, Landessprecher der Linksjugend [‘solid] Baden-Württemberg.

Am 15./16. Februar soll ein Castortransport aus dem ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe rollen. Sein Ziel ist das Ostseebad Lubmin. Das Kernforschungszentrum wurde umbenannt in „Campus Nord des Karlsruher Institut für Technologie (KIT)“. Das Karlsruher Atommüllproblem bleibt aber dasselbe und soll buchstäblich abgeschoben werden. Diesmal nicht in die Asse sondern ab in den Osten. Beteilige Dich an der Nachttanzblockade und bringe deine Freunde, Bekannte und Verwandte mit. Informiere Dich auf der Webseite wo genau die Nachttanzblockade zu finden sein wird.

Pressemitteilung von Benjamin Krüger, Landessprecher der Linksjugend [‘solid] Baden-Württemberg und der Linksjugend [’solid] Karlsruhe.

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