Linksjugend [’solid] begrüßt Diebstahl von Reisepässen

„Das nennt man Zivilcourage gegen Abschiebungen“, freut sich Jasper Prigge, Bundessprecher der Linksjugend [’solid], beim Bekanntwerden des Diebstahls von Reisepässen aus der Berliner Ausländerbehörde. Damit konnte die Abschiebung von 40 BerlinerInnen zumindest verzögert werden. Weiter erklärt er: „Den Betroffenen droht in Ländern, in die sie abgeschoben werden sollen Armut, Gewalt und Unterdrückung. Der deutschen Regierung ist das egal, sie will ihre Abschiebepläne weiter umsetzen. Das Motto deutscher Flüchtlings- und Asylpolitik scheint dabei zu sein: ‚Hauptsache weg, wohin ist uns doch egal’. Diese Position ist menschenverachtend und unerträglich.“

Katharina Dahme, Bundessprecherin der Linksjugend [’solid], ergänzt: „Die EU verurteilt Frankreich wegen seiner rassistischen Roma-Politik, doch wird völlig ausgeblendet, dass auch Deutschland mehrere Tausend Roma und Sinti in den Kosovo abschieben will. Dort droht ihnen laut der EU selbst Leid und Elend. Etwa die Hälfte der Betroffenen sind Kinder und Jugendliche, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Viele verstehen dementsprechend nicht mal die Sprache des Landes, in das sie abgeführt werden sollen. Die Gleichgültigkeit dem gegenüber zeigt den tief verankerten institutionellen Rassismus in Deutschland. Als Linksjugend [’solid] fordern wir den sofortigen Abschiebestopp und ein Grundrecht auf Asyl, das auch durchgesetzt wird.“

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