Tausende auf der Straße für Wende in Energie- und Klimapolitik

Tausende auf der Straße für Wende in Energie- und Klimapolitik

In Bonn und Gorleben waren Samstag insgesamt mehrere Tausend Menschen auf der Straße, um für ein ganz anderes Klima zu demonstrieren.

Parallel zur UN-Klimaverhandlungen haben AktivistInnen und Interessierte auf einem Klimaforum und Klimacamp die Strategien nach dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen diskutiert. Von Verkehr über Nahrungsmittelproduktion bis Energieversorgung wurden in Workshops und auf Podien alle Lebensbereiche auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit abgeklopft, sowie Wege zur Klimagerechtigkeit diskutiert. Auf mehreren bundesweiten und internationalen Bündnistreffen wurde die in Kopenhagen geborene Klimagerechtigkeitsbewegung weiter vernetzt.

Die Aktivitäten in Bonn mündeten in einer 2000-Menschen starken Demonstration bei der Linksjugend[’solid] im „System Change not Climate Change“-Block vertreten war.

Die Demo mündete in einer symbolischen Tankstellen-Blockade, die mit aktuellem Bezug auf die Ölbohrinsel im Golf von Mexiko, ein Zeichen gegen fossile Energieträger setzte.

Die Forderungen nach einer Veränderung des Wirtschaftssystems anstelle von marktkonformen Mechanismen des Kyoto Protokolls waren neben der Anerkennung der Klimaschuld durch die Verursacherländer in Bonn zentral.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass das einzige diesbezügliche Zugeständnis der westlichen Länder in Kopenhagen, nämlich die Gewährung von „zusätzlichen“ Entwicklungshilfen im Haushalt der deutschen Regierung für 2011 scheinbar nicht budgetiert wird.

Dies passt zur Heuchelei der schwarz-gelben Regierung in Klimafragen, die stets bemüht ist auf dem internationalen Parkett die Vorreiter Rolle in Klimafragen zu betonen.

In Deutschland werden derweil neue Kohlekraftwerke gebaut und die Pläne zum Ausstieg aus dem Atomausstieg immer konkreter.

Auch weil mit der Rüttelung am Atomausstieg die gesellschaftliche Mehrheitsmeinung zu Gunsten der Lobby der Energiekonzerne ignoriert wird, sind wir alle im November beim Castor Transport gefragt:

Unser Widerstand gegen Atom und Kohle dominierte Energieversorgung muss deutlich werden, unsere Stimme für eine Energiewende offensiv geäußert werden.

Vor Ort in Gorleben waren dieses Wochenende 1000 Aktivisten, um an die Räumung des Hüttendorfs „Freie Republik Wendland“ vor 30 Jahren zu erinnern und vor der Rücknahme des Atomausstiegs bei ungeklärter Endlagerfrage zu warnen.

Während sich die Polizei in Bonn im Hintergrund hielt, wurden in Gorleben 12 Personen verletzt und 2 vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Quelle: http://www.linksjugend-solid.de

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