Friedensnetz Baden-Wuerttemberg- Pressemitteilung

50 Jahre Ostermarsch!

Bundeswehr raus aus Afghanistan, anstatt rein in die Schulen!

50 Jahre nach dem ersten Ostermarsch im Jahre 1960 sind die Anliegen der ersten Marschiererinnen und Marschierer so aktuelle wie damals: Für eine Welt ohne Atomwaffen, für Frieden und Abrüstung wird die Friedensbewegung  auch an den Ostertagen 2010 auf die Strasse gehen.

In Baden-Württemberg finden Ostermärsche am Karfreitag in Heidelberg, am Karsamstag in Ellwangen und Stuttgart, am Ostermontag in Müllheim statt

Die zentrale Ostermarschveranstaltung wird am Samstag in Stuttgart stattfinden. Dazu rufen unter der Koordination des Friedensnetzes Baden-Württemberg zahlreiche Friedensinitiativen und -organisationen, die Gewerkschaft ver.di, Parteien wie die Linke und viele andere Gruppen und Einzelpersonen auf. Auch der DGB fordert in einem eigenen Aufruf seine Mitglieder zur Teilnahme an den Friedensmärschen auf.

Schwerpunkt des Ostermarsches in diesem Jahr ist die Forderung „Bundeswehr raus aus Afghanistan“. Der Bombenangriff der Bundeswehr in Kundus, der mehr als 150 Menschen das Leben kostete, hat nach Ansicht der Friedensbewegung aufs eindringlichste demonstriert, daß der Bundeswehreinsatz in Afghanistan die Teilnahme an einem durch nichts zu rechtfertigenden Kriegseinsatz bedeutet.

Gerade auch aus diesem Grund wenden sich die OstermarschiererInnen gegen eine Vereinbarung des baden-württembergischen Kultusministeriums mit der Bundeswehr, die ausgerechnet Jugendoffiziere beauftragt, ausgerechnet Themen wie „Friedenssicherung“ und „globale Konfliktverhütung“ an den Schulen und in der Lehrerbildung zu vermitteln. „Wir wehren uns gegen die Militarisierung der Schulen und der Gesellschaft“, heiß es im Ostermarschaufruf.

Von der bevorstehenden Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages verlangen die OstermarschiererInnen: „Unternehmt endlich konkrete Schritte zum Abbau der Atomwaffen!“.

Der Stuttgarter Ostermarsch beginnt am Samstag um 12 Uhr am Stuttgarter Deserteurdenkmal vor dem Theaterhaus am Pragsattel. Dort werden der „Ostermarschveteran“ Uli Thiel und Daniel Hershberger, der US-Kriegsverweigerer betreut, den Ostermarsch eröffnen. Dieser führt dann zunächst zum Kreiswehrersatzamt und der Wehrbereichsverwaltung in der Heilbronner Str., wo eine Zwischenkundgebung mit dem profilierten Militarisierungskritiker und ehemaligen MdEP Tobias Pflüger stattfindet.

Gegen 14 Uhr wird der Ostermarsch auf dem Schlossplatz zur Abschlusskundgebung vor dem Kultusministerium in Neuen Schloss eintreffen.

Als Redner sind dort Claudia Haydt von der Informationsstelle Militarisierung, Hagen Battran von der GEW Südbaden, Bernhard Löffler, der neue Regionalvorsitzende des DGB und Pfarrer Alfred Nicklaus angekündigt.

Umrahmt wird die Kundgebung im Ostermarsch-Jubiläumsjahr mit alten und aktuellen Liedern von der Gruppe „Die Marbacher“, die schon seit langem die Friedensbewegung musikalisch begleitet.

Zum Aufruf zum Ostermarsch 2010 in Baden-Württemberg

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