Im Buskonvoi zur Blockade

Die Anzahl der für die Fahrt nach Dresden gecharterten Busse steigt täglich. Mehr als 30 sind es allein, die in Berlin starten sollen. An Bord Hunderte Antifaschisten, die sich zum Ziel gesetzt haben, einen der größten Neonaziaufzüge Europas am Samstag in der sächsischen Landeshauptstadt zu verhindern. Das Bündnis »Nazifrei – Dresden stellt sich quer« rechnet mit mehr als 10000 Menschen, die sich an antifaschistischen Blockaden beteiligen. Luise Zimmermann, Sprecherin der Koordination, erklärte, das Bündnis wolle gewaltfrei vorgehen. »Von uns wird keine Eskalation ausgehen«. Polizei und CDU-FDP-Landesregierung setzen unterdessen weiter auf die Kriminalisierung der Protestaktionen.

In mehreren Städten sollen Polizeibehörden versucht haben, Busunternehmen davon abzubringen, Antifaschisten nach Dresden zu transportieren. Beispielsweise suchten Beamte aus Mittelhessen das Busunternehmen Udo Diehl aus Wetter auf und bewegten es dazu, die von Nazigegnern ausgelöste Bestellung zweier Busse zu stornieren. Dabei sollen Polizisten Unternehmensleitung wie Beschäftigte eingeschüchtert und eine Gefahr für Leib und Leben konstruiert haben. Der Marburger Organisationssekretär des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Ulf Immelt, kritisierte die Kriminalisierung von demokratischem und antifaschistischem Engagement.

Um polizeiliche Übergriffe auf Demonstranten zu dokumentieren, hat sich die Arbeitsgruppe »Watch-The-Police« gegründet. Dieser gehören Journalisten, Rechtsanwälte und Landtagsabgeordnete von SPD, Grünen und Linkspartei an. Unter der Mailadresse ­watch1302@immerda.ch nehmen die Beobachter Hinweise über Gesetzesverstöße der Polizei entgegen.

www.dresden-nazifrei.comWAP-Ticker: ticker.hopto.org, twitter.com/13februar, Aktionsradio: 98,4 und 99,3 Mhz, Infotel.: 01801/0121323585 (im Festnetz zum Ortstarif), EA: 0351/89960456
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