Am 02.06. findet in Karlsruhe eine Demoparade im Zuge des Christopher Street Day statt, die von der Linksjugend ['solid] Karlsruhe ausdrücklich begrüßt wird. Die Emanzipation von homo-, bi- oder transsexuellen in die Mitte der Gesellschaft ist ein Grundsatz der Linksjugend, der uns gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung dieser Menschen vorgehen lässt. Sexuell nicht ausschließlich heterosexuell orientierte Menschen werden in der heutigen Gesellschaft im besten Fall ignoriert. Viel häufiger treten jedoch Missachtung, soziale Isolierung, Diskriminierung oder sogar offene psychischen oder physische Angriffe auf. Personen, die offen zu ihrem homo- bi- oder transsexuellen Orientierung stehen, werden von der Mehrheit der Gesellschaft in fast jedem Lebensbereich diskriminiert. Kaum ein öffentliches zeigen von homosexueller Liebe passiert zum Beispiel ohne psychische Gewalt in Form von dummen Sprüchen oder abwertenden Blicken.
Diese Homophobie ist eine weitverbreitete und offen gelebte Einstellung dieser Gesellschaft. Aus der gelebten Abneigung und Angst diesen Personen gegenüber entspringt die Diskriminierung und die Gewalt. Die soziale Ausgrenzung von Queer lebenden Menschen – also Menschen, die von der Norm abweichen – findet auch in der Landschaft der öffentlichen und privaten Medien nur unbedeutende, ja fast sogar nebensächliche Aufmerksamkeit. Das Erkennen, dass diese Menschen täglich mit verschiedensten Formen von Gewalt konfrontiert sind, ist unabkömmlich um diese Diskriminierung zu verhindern und zu bekämpfen.


Unter diesem Motto bekommt Karlsruhe auch 2012 seinen Christopher Street Day. Demoparade, politische Kundgebung und anschließendes Hoffest sind wieder am ersten Samstag im Juni, dem 02.06.2012. Schon in den Tagen davor wird es ein buntes Rahmenprogramm geben.
